Über Malte Schreer

Zwischen Idee, Dramaturgie, Sprache und Musik.
Gut möglich, dass dir silver spoons & fairy tales schon einmal begegnet ist – oder vielmehr etwas, das hier entstanden ist. In Magazinen, Journalen oder Zeitungen, in Shows, analog wie digital. Vielleicht hast du auch schon etwas gehört, für das ich mit Kopf und Herz verantwortlich war.
Über viele Jahre habe ich in der Musik-, Theater- und Veranstaltungslandschaft gearbeitet – in unterschiedlichen Rollen, nah an Inszenierungen, Produktionsprozessen und Entscheidungsstrukturen. Häufig im Hintergrund, mit Blick auf Wirkung, Ablauf und Verantwortung.
Diese Erfahrungen prägen meine Arbeit bis heute.
Mit Erfahrung im Hintergrund
Zum Erfahrungshorizont gehören Scripting, Storyboards und Drehbücher ebenso wie Live-Formate, Produktions- und Veranstaltungsprozesse. Was diese Bereiche verbindet, ist der Blick auf Struktur und Wirkung: Wie entwickelt sich eine Figur? Wo verliert eine Szene ihre Spannung? Was muss vorbereitet werden, damit ein späterer Moment funktioniert? Welche Entscheidung stärkt eine Geschichte – und welche nimmt ihr Kraft? Über die Jahre ist daraus ein dramaturgischer Blick entstanden, der nicht nur das einzelne Element betrachtet, sondern seine Funktion im Zusammenhang.
Erfahrung liefert nicht für alles eine Antwort. Aber sie hilft dabei, die richtigen Fragen zu stellen.
Arbeiten als Co-Autor
Gefragt ist meine Arbeit vor allem dort, wo unterschiedliche kreative Ebenen zusammenkommen – oder wo ein Projekt einen Gedanken braucht, der ihnen eine gemeinsame Richtung gibt. Zuhören, Einordnen und Verdichten gehören dabei ebenso zum Prozess wie klare Entscheidungen und gelegentlicher Widerspruch. Auch ein eigener Gedanke darf wieder verschwinden, wenn eine andere Lösung besser trägt.
Je nach Projekt verändert sich die Rolle: Creative Direction und Dramaturgie können im Vordergrund stehen, ebenso Text, Musik oder die Verbindung mehrerer Bereiche. Der Begriff Co-Autor beschreibt diese Arbeitsweise ziemlich gut. Es geht darum, Verantwortung für eine Idee zu übernehmen, ohne deshalb jeden Teil selbst gestalten oder für jeden Gedanken Besitz anmelden zu müssen.
Entscheidend ist nicht, woher jeder einzelne Gedanke kommt. Entscheidend ist, was daraus gemeinsam entsteht.
Niemals ohne Haltung
Geschichten sind nicht neutral. Sie setzen Schwerpunkte, wählen Perspektiven, schaffen Nähe oder Distanz und beeinflussen, was Menschen wahrnehmen, fühlen oder erinnern. Diese Wirkung nehme ich ernst. Haltung bedeutet dabei nicht, jedem Projekt eine Botschaft aufzuzwingen. Sie beginnt mit der Frage, warum etwas erzählt wird, welche Perspektive dabei eingenommen wird und wofür man mit dem Ergebnis stehen möchte. Das gilt für eine große Inszenierung ebenso wie für einen Song, einen Text oder eine einzelne Szene.
Nicht jedes Thema, jede Marke und jede Botschaft passt deshalb zu mir. Gearbeitet wird ausschließlich an Projekten, hinter denen ich inhaltlich und kulturell stehen kann.
Eine Idee darf überraschen, provozieren oder widersprechen. Gleichgültig sollte sie nicht sein.
Hand in Hand
Gute kreative Arbeit entsteht selten allein.
Regie, Produktion, Design, Technik, Musik und andere Spezialgebiete bringen Wissen und Erfahrung mit, die sich nicht gegenseitig ersetzen. Genau darin liegt die Stärke einer guten Zusammenarbeit.
Im Austausch bringe ich meine eigene Perspektive klar ein, versuche zugleich zu verstehen, was andere Disziplinen brauchen, und spreche offen an, wenn etwas aus dramaturgischer oder konzeptioneller Sicht nicht trägt.
Zusammenarbeit auf Augenhöhe bedeutet für mich: Zuständigkeiten respektieren, Expertise ernst nehmen – und trotzdem ohne Scheu über die beste Lösung diskutieren.
Am Ende zählt das gemeinsame Ergebnis.
Herzlich,
Malte Schreer