Songwriting als narrative Struktur.
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Raum für Erzählung
Musik ist für mich ein Zusammenspiel struktureller Entscheidungen. Sie wird hier nicht als Einzelwerk gedacht, sondern als Teil eines Zusammenhangs – als Szene, als Motiv oder als Bewegung innerhalb einer größeren Erzählung. In der Zusammenarbeit mit Regie und Produktion verstehe ich mich als Sparringspartner, der die emotionale Logik eines Stoffes klanglich übersetzt. Songs entstehen selten isoliert; sie entwickeln sich aus einer inneren Logik heraus, die Spannung, Rhythmus und Perspektive miteinander verbindet.
Viele Werke fungieren als Soundtrack – nicht zwingend im filmischen Sinn, sondern als musikalische Struktur, die eine Inszenierung trägt. Dabei dient meine Arbeit oft als erzählerischer Marker: Wiederkehrende Motive schaffen Orientierung, Kontinuität und Bedeutung über den gesamten dramaturgischen Bogen hinweg.
Auditive Szenarien und Perspektiven
Auditive Szenarien entstehen aus bewussten Entscheidungen über die Perspektive: Benötigt eine Szene Distanz oder Nähe, Überblick oder Verdichtung? Der Wechsel zwischen beobachtender Haltung und subjektiver Wahrnehmung prägt die musikalische Dramaturgie.
Ich schließe die Lücke zwischen dem Textblatt und dem Masterband, indem ich Musik nicht als dekorative Ebene verstehe, sondern als Teil einer Struktur, die Figuren führt und Räume öffnet. Vibes werden nicht gesetzt, sondern aus Text und Rhythmus entwickelt – aus der Verantwortung heraus, die Subtexte hörbar zu machen, die im Dialog oft verschwiegen werden.
Releases als Hörbeispiele
Hörbeispiele und veröffentlichte Demo-Titel findest du unter anderem auf Spotify oder Apple Music. Sie geben Einblick in meine Art zu schreiben, Spannung aufzubauen und emotionale Bögen über Struktur und Verdichtung zu tragen.
Wenn Musik Teil deiner Geschichte werden soll – nicht ihr Beiwerk – freue ich mich über den Austausch mit dir.